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Porträts,

Gertrude Stein

Nordamerikanische Schriftstellerin und mutige Sammlerin avantgardistischer Kunst, seit sie sich 1903 in Paris niederließ. In ihrem Salon in der Rue de Fleurus 27 traf sich jeden Samstag das Beste der damaligen Pariser Boheme; von Jean Coctau bis Henry Matisse, über Picasso, Fitzgerald und Hemingway.

Nach und nach waren die Wände des heutigen Stein-Zimmers mit einem Gauguin, einem Picasso, einem Delacroix, einem Matisse, einem weiteren Picasso, einem Cezanne ... einem weiteren Picasso bedeckt! Und Gertrude bewunderte besonders die Arbeit des Mannes aus Malaga, der als einer der ersten den großen Wert erkannte, den seine ersten Gemälde bereits hatten. Sie knüpfte auch eine intensive Freundschaft mit dem berühmten Maler aus Malaga, in der beide sich gegenseitig porträtierten, er mit Gemälden und sie mit Worten. Es ist der Keim von Portraits, einem völlig experimentellen Werk, das weithin als undurchdringlich kritisiert wird. Tatsächlich verdreht sein sich wiederholender Stil die Bedeutung und deformiert die Sprache und erkundet neue Ausdrucksmöglichkeiten. Die Autorin selbst gab an, dass sie eine Kompositionstechnik abstrakter Natur verwendete und in der Literatur nach Korrelationen zum Bildkubismus suchte. Auf seinen Seiten malte Gertrude unter anderem Matisse, Picasso, Braque und Henry James mit kubistischen Worten.